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Bachelorarbeiten 2014

 
Psychosomatik – Einflussfaktor in der deutschen Physiotherapie“ Bedeutung und Integration im therapeutischen Alltag

Sina Heimerich, Lydia Schoenmakers, Kevin Hohr

 

Hintergrund
In deutschen physiotherapeutischen Praxen besteht bei 35% der Patienten eine psychosoziale Problematik und bei 65% eine Comorbidität zwischen psychischen- und somatischen Beschwerden. Da jedoch die psychsomatische Betrachtungsweise von Patienten in der deutschen Physiotherapieausbildung zusammenfassend nicht genug unterrichtet wird, wurde im Auftrag von Frau Andrea Notarius ein Pilotworkshop durchgeführt. Nach Evaluation des Workshops wurde ein Dozentenleitfaden erstellt.
 
Methode
Der Pilotworkshop und der daraufhin entworfene Dozentenleitfaden wurde auf Basis von sechs Expertengesprächen, sowie einer Literaturrecherche in Onlinedatenbanken, Fachbüchern und beim KNGF erstellt. Dieser wurde am Präha Lehrinstitut für Physiotherapie in Kerpen-Horrem mit 19 Schülern der Klasse 25A, in drei Zeitstunden durchgeführt. Evaluiert wurde er anhand eines eigens erstellten Fragebogens, sowie in einem abschließenden Evaluationsgespräch.
 
Resultate
In dem Bereich der Psychosomatik in der Physiotherapie ließen sich wenige Ergebnisse anhand der Suchstrategie generieren. Die herausgestellten Kompetenzen basieren auf den Expertengesprächen und deren Erfahrung mit psychosomatischen Patienten. Als Werkzeug für die Schüler konnten die Komplexitäten des Berufsprofils psychosoamtischer Physiotherapeut des KNGF ins Deutsche übernommen werden. 
 
Diskussion
Der Pilotworkshop konnte die Problemstellung der Bachelorarbeit positiv beantworten. Es zeigt sich die deutliche Relevanz, dieses Thema in die physiotherapeutische Ausbildung zu integrieren.
 
Evidenzbasiertes physiotherapeutisches Übungsprogramm bei Patienten nach Implantation einer Hüft-Totalendoprothese

Victoria Thon, Larissa Scherdin

 

Einleitung
In Deutschland benötigen immer mehr älter werdende Menschen eine Hüft-Totalendoprothese. Demzufolge zählt die Implantation dieser Prothese inzwischen zu einer Routineoperation in Deutschland und gehört zu den 20 häufigsten operativen Eingriffen. Viele Patienten wissen allerdings nicht, wie sie sich nach einem solchen operativen Eingriff am besten verhalten. Auch einige Therapeuten kennen nicht die Vielfalt an post-OP Therapiemöglichkeiten. Aufgrund dieser Situation möchten wir mit unserer Projektarbeit Patienten und auch Therapeuten über die allgemeinen Verhaltensregeln und alternativen Therapiemöglichkeiten informieren.
 
Methode
Unsere Projektarbeit teilte sich in vier Abschnitte auf. Die Literatur- und Krankenhausrecherche zu post-OP Therapiemöglichkeiten. Die Auswertung dieser beiden Recherchen, aus denen wir die wichtigsten und gut anwendbaren Übungen ermittelten, führte zu einem Patientenflyer, sowie ein Ringbuch für den Therapeuten.
 
Resultate
Mithilfe der Informationen aus den Literatur- und Protokollergebnissen, konnten wir herausstellen, welche Therapiemöglichkeiten hilfreich und empfehlenswert sind. In den Studien wurden genaue Übungen genannt, die Bestandteil einer guten Rehabilitation sein sollten. Die Physiotherapie soll unmittelbar nach der Operation beginnen, dabei werden alle Prothesentypen gleich behandelt.
 
Fazit
Die entstandenen Produkte ermöglichen nun sowohl dem Therapeuten als auch dem Patienten einen Überblick der aktuellen Evidenz bezüglich des Hintergrundwissen, geeignete Assessments zur Verlaufskontrolle, sowie der Übungen selbst. Die Behandlungsziele, sowie die Maßnahmen und die allgemeinen Informationen zum adäquaten Verhalten post OP werden genannt und gut veranschaulicht. Die Produkte sind auf verschiedene Art übersichtlich gegliedert und leicht verständlich mit zusätzlicher Bebilderung.
„Keep on walking“ - Die Physiotherapie im Wandel, ein Blick auf die physiotherapeutischen Kompetenzen im Rahmen der Akademisierung

Isabel Wittersheim, Daniela Müller, Simon Wittke

 

Einleitung
Der Beruf des Physiotherapeuten entwickelt sich ständig weiter. Sowohl die Fortschritte der modernen Medizin als auch die sich in diesem Rahmen verändernden physiotherapeutischen Arbeitsgrundlagen erfordern von den Physiotherapeuten die Bereitschaft zur ständigen Fort - und Weiterbildung, dem Lifelong Learning. Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, eine Ist-Analyse zu erstellen in Bezug auf die Entwicklung, Aufrechterhaltung bzw. Weiterentwicklung der „neuen“ physiotherapeutischen Handlungskompetenzen bei Physiotherapeuten mit Bachelorabschluss. Des Weiteren wird versucht, basierend auf den Ergebnissen der Analyse, ein adäquates Produkt zu entwickeln, welches auf das Ergebnis reagiert.
 
Methode
Um das Ziel der Bachelorarbeit zu erreichen, wurde eine qualitative Befragung durch Experteninterviews und eine quantitative Befragung durch Fragebögen an EPEPE (European Partnership of Evidence and Problem Based Paramedical Education) - Studenten durchgeführt.
 
Resultate
Die Experteninterviews stellten deutlich die Aussage hervor, dass das Lifelong Learning notwendig in der Physiotherapie ist und dass es den innovativen, proaktiven Professional auszubilden gilt. Aus den Ergebnissen der Fragebögen zeigten sich folgende Hauptmerkmale:
Für die befragten Therapeuten ist das Lifelong Learning ein wichtiger Bestandteil der Physiotherapie. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für einen Pilot-Flyer, welcher dem Therapeuten von Heute helfen soll, das Lifelong Learning ökonomischer in den Berufsalltag einzubinden und das Thema im Allgemeinen aufzeigen zu können.
 
Diskussion
Positiv bei der methodischen Vorgehensweise ist zu erwähnen, dass die durchgeführten Experteninterviews hochwertige qualitative Aussagen ergaben. Negativ zu bewerten ist die niedrige Aussagekraft der quantitativen Befragung mittels Fragebögen aufgrund der geringen Rückläufe.
Analyse möglicher koordinativer Defizite bei sechs- bis elfjährigen Handballer/-innen des HSV Frechen zur Effektivitätsoptimierung der Trainingsmethoden im Handballalltag

Lena Verheyen, Bea Schippa

 
Hintergrund
Studien belegen, dass die Koordination von Kindern besser ist, wenn diese in ihrer Freizeit körperlich aktiv sind. Leider lässt der Umfang und die Intensität ihrer Alltagsbewegungen deutlich nach. Hiermit wurden die Autoren der Bachelorarbeit auch im Handball und Volleyball häufig konfrontiert. Es sollte eine Testbatterie gefunden werden, die Koordination in verschiedenen Teilbereichen testet, um Defizite einer ausgewählten Interventionsgruppe aufzuzeigen.
 
Methode
Beate Prätorius entwarf 2007 in ihrer Doktorarbeit eine Testbatterie, um die Teilbereiche von Koordination (Differenzierungs-, Orientierungs-, Rhythmus-, Gleichgewichts- und Reaktionsfähigkeit) differenziert zu betrachten. Diese Testbatterie wurde bei 59 Handballspieler/-innen des HSV Frechen angewendet. Anschließend wurden die Ergebnisse ausgewertet und somit Defizite gefunden. Zur Verbesserung der Trainingsmethoden beim Handballtraining wurden den jeweiligen Trainern diese Ergebnisse in Form einer Broschüre mitgeteilt und ihnen Trainingsvorschläge für die defizitären Teilbereiche gegeben.
 
Ergebnisse
Von insgesamt 30 Testergebnissen zeigen zwei Interventionsgruppen Defizite in dem Bereich der Orientierungsfähigkeit. Alle anderen Gruppen zeigen keine Auffälligkeiten. Der HSV Frechen erreichte keine signifikant schlechteren Ergebnisse als Prätorius` Interventionsgruppe.
 
Diskussion
Mit dem „KIKO- Kinderkoordinationstest“ konnte eine Testbatterie gefunden werden, die die Fähigkeiten der Kinder in den Teilbereichen von Koordination misst und Ergebnisse liefert, mit denen die Ergebnisse des HSV Frechen verglichen werden konnten.
Implementation des KNGF Evidence-Statement „Subacromiale Beschwerden“ in Deutschland

Michael Rohr, Christopher Geicke, Lucas Wolf

 

Einleitung
In Deutschland erhalten ca. 100.000 Personen jährlich die Diagnose Impingement. Für Physiotherapeuten gibt es zu diesem Krankheitsbild eine Vielzahl von verschiedenen Tests, um ein Impingement mit den dazugehörigen Strukturen zu differenzieren. Die uneinheitliche Testung von subacromialen Beschwerden führt zu der Fragestellung, ob es möglich und sinnvoll ist, ein einheitliches Test-Cluster wie das Evidence-Statement „Subacromiale Beschwerden“ in Deutschland als Standard zu implementieren.
 
Methode
Auf der Suche nach einem geeigneten Model zur Implementierung, entschied man sich im Laufe der Recherchen für das Implementierungsmodel von Grol und Wensing, welches Aufgrund seiner Entstehung im Gesundheitswesen sehr gut für den anvisierten Anwendungsbereich adaptierbar war. Es wurden Fragebögen für die Therapeuten entwickelt, um herauszufinden, welche Kriterien eine Testbatterie erfüllen muss, damit diese eine Beachtung in der praktischen Arbeit eines Physiotherapeuten findet. Die Therapeuten sollten das vorgegebene Evidence-Statement anwenden und bewerten.
 
Ergebnisse
Die meisten Therapeuten, die die Arbeit zu Ende führten, würden mit dem Evidence-Statement weiter arbeiten, da sie einen positiven Nutzen eines solchen Clusters in ihrer Arbeit erkennen konnten.
Das Implementierungsziel von unter 50% Dropoutrate wurde mit 57,1% Dropin knapp erfüllt, die insgesamt geringe Teilnahmequote war jedoch unbefriedigend.
 
Diskussion
Die allgemein geringe Teilnehmerzahl in Verbindung mit der hohen Absagequote relativieren das Ergebnis. Trotz des knappen Erfolges kann man folgern, dass eine Implementierung in deutschen Einrichtungen möglich ist, da die Therapeuten, die das Projekt zu Ende geführt haben, auch durchweg von einem Mehrnutzen eines standardisierten Clusters überzeugt waren.

Bachelorarbeiten 2013

 
„Erstellung einer Webseite zur Förderung des Selbstmanagements von Patienten mit Patellofemoralem Schmerzsyndrom“
Annica Acosta Alvarado – Julian von Coelln        
 
Hintergrund
Das Patellofemorale Schmerzsyndrom (PFS) zählt zu den häufigsten Diagnosen im Funktionsbereich Knie, jedoch ist die genaue Ursache der Beschwerden oft schwer zu finden. Aufgrund der Budgetierung können Ärzte meistens nur geringe Mengen an Physiotherapie verschreiben. Um den Patienten trotzdem zu helfen wurde im Rahmen dieser Bachelorarbeit eine Webseite zur Verbesserung des Selbstmanagements erstellt.
 
Methode
Ziel der Bachelorarbeit war es eine Webseite mit Hintergrundinformationen zum Krankheitsbild sowie Therapieempfehlungen zu erstellen, die Patienten eigenständig nutzen können. Vor der eigentlichen Produktentwicklung wurde eine Anforderungsanalyse der Nutzer an die Webseite durchgeführt. Durch eine Literaturrecherche wurde nach passenden Inhalten entsprechend den Nutzeranforderungen gesucht. Anschließend wurde die Webseite mit Inhalten gefüllt.
 
Resultate
Die entstandene Webseite ist unter „www.pfs-info.de.vu“ zu erreichen. Sie enthält Hintergrundinformationen zum Krankheitsbild, ein Übungsprogramm, das zum Download zur Verfügung steht sowie Informationen zu unterstützenden Therapiemöglichkeiten.
 
Diskussion
Es konnte eine frei zugängliche Webseite erstellt werden. Die einzelnen Themenbereiche konnten allerdings nur zum Teil mit evidenten Inhalten gefüllt werden, da die inkludierte Literatur nur wenig evidente Aussagen lieferte. Zu Gunsten der Vollständigkeit wurden auch Informationen aus Literatur mit niedrigerer Evidenz entnommen. Zukünftige Arbeiten sollten die Webseite auf ihre Benutzerfreundlichkeit testen. Ein Update der Seite sollte erfolgen sobald neue Evidenz verfügbar ist.
 
„Aller Anfang ist schwer“ Kommunikation – Kompetenz – Kooperation. Mit Unterstützung von Praktikumsbegleitern den Einstieg von Studierenden in den ersten Praktikumseinsatz erleichtern.

Isabelle Gremmer – Marina Roβform – Ruben Graβ

 

Hintergrund
Wie man den Einstieg in das erste Praktikum und die individuelle Entwicklung des Studierenden möglichst optimal beeinflussen kann, ist das Thema dieser Bachelorarbeit. Zum Bereich Praktikum und vor allem zum Thema Praktikumseinstieg gibt es keine einheitliche Handlungsgrundlage, sodass der Einstieg in jeder Einrichtung anders abläuft.
 
Methode
Die Verfasser nutzten verschiedene Wege, um Informationen zur Beantwortung der Fragestellung zu erhalten. So wurden Gespräche mit allen Beteiligten des Praktikums geführt. Außerdem wurden Fragebögen und der Rahmen der Praktikumsbegleiterkonferenz genutzt. Zusätzlich wurde Literatur gesichtert und Internetdatenbanken nach nützlichen Quellen zu den Kernthemen „Einstieg“ und „Best Practice“ durchsucht und zurate gezogen, um daraus Ideen und Ratschläge zu entnehmen.
 
Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass alle Befragten aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln Ansatzpunkte benennen konnten, die beim Einstieg in das erste Praktikum von Bedeutung sind. Individualität, Eigeninitiative, Lernprozess sowie das Thema Theorie und Praxis waren Begriffe, die neben den bereits bekannten Schlagworten dabei oft genannt wurden.
 
Diskussion
Eine Limitation war unzureichende Literatur zum Thema Einstieg eines Physiotherapiestudierenden in das erste Praktikum. Das entstandene Produkt wurde nicht auf seine Anwendbarkeit getestet. Außerdem ist das Produkt nur für die Praktikumsstellen des Präha Lehrinstituts für Physiotherapie Kerpen konzipiert und anwendbar.
„Entwicklung eines Weblogs zum Informationsaustausch“ Zur Förderung des Selbstmanagements für Patienten mit Schulterimpingement-Syndrom

Anna Katharina Hemesath – Annette Steinkamp - Helen Esser

Einleitung
Bei der Behandlung des Impingement-Syndroms nimmt die Physiotherapie und mit ihr die Förderung des Selbstmanagements des Patienten, einen wichtigen Stellenwert ein. Das Ziel dieser Arbeit war es einen Weblog für Patienten mit Impingement-Symptomatik zu erstellen. Der Informationsaustausch via Weblog sowie ein wissenschaftlich fundiertes Übungsrepertoire, zur individuellen Gestaltung eines Heimübungsprogrammes, sollten dabei die Schwerpunkte zur Förderung des Selbstmanagements setzen.
 
Methode
Es wurde eine Befragung von Patienten und Therapeuten zur Erfassung struktureller und inhaltlicher Aspekte des Produktes durchgeführt. Parallel dazu wurde eine Literaturrecherche vorgenommen, um den Inhalt des Weblogs wissenschaftlich zu stützen. Des Weiteren erfolgte die Planung des Produktes zur Umsetzung der gestalterischen Ideen sowie des Aufbaus.
 
Resultate
Der erstellte Weblog ist nun unter www.training-der-schulter.de zu finden und dient der interaktiven Zusammenarbeit zwischen Patient und Therapeut. Er beinhaltet die Möglichkeit einen individuellen Trainingsplan zusammenzustellen, sich über das Beschwerdebild zu informieren und sich in einem Forum auszutauschen.
 
Diskussion
Die Zielsetzung der Bachelorarbeit konnte erfolgreich umgesetzt werden. Der Weblog kann nun im Praxisalltag genutzt werden. Weiterhin ist ein Ausbau der Seite möglich und eine Anwendbarkeitsstudie zu empfehlen.
„Diversität verlangt Kreativität“ Ein Leitfaden/Workshop zur ausbildungsbegleitenden Förderung Interkultureller Kompetenzen

Christoph Axer – Damaris Beuger – Philipp Kerkhoffs

Einleitung
Der demographische Wandel in Deutschland, der nachweist, dass immer mehr Migranten in Deutschland leben, zeigt, dass auch im Berufsalltag eines Physiotherapeuten vermehrt ausländische, bzw. fremd-kulturelle Patienten vorkommen. Die Notwendigkeit auf diesen Wandel einzugehen ist bisher allerdings noch nicht in den deutschen Curricula integriert, sodass viele Physiotherapeuten, gerade die Berufsanfänger, im Berufsalltag vor interkulturelle Herausforderungen gestellt werden, auf die sie nicht adäquat reagieren können, da ihnen entsprechende Kompetenzen fehlen.
Ziel der Bachelorarbeit ist es einen Dozentenleitfaden für Coachs am Präha Bildungszentrum zu entwickeln, der die Durchführung eines Workshops ermöglicht.
 
Methode
In Kooperation mit José van Oppen, der Dozentin an der Zuyd Hogeschool, welche den Workshop Interkulturelle Kompetenzen für die EPEPE-Studierenden vor Ort hält, und dem Auftraggeber des Präha Bildungszentrums wurde ein Workshop entwickelt, der den bisherigen Lehrinhalten beider Institutionen angepasst wurde.
 
Resultate
Anhand des Pilotprojekts, welches bei Studierenden des Präha Bildungszentrum durchgeführt wurde, der Evaluation der teilnehmenden Studierenden, der Experten und der Autoren entstand ein praktikabler und anwendungsfreundlicher Dozentenleitfaden als Endprodukt.
 
Diskussion
Es ist wichtig, dass die Studierenden wissen, dass der Workshop eine Sensibilisierung auf Diversität zum Ziel hat und nicht das Aufzeigen von Lösungswegen bei interkulturellen Herausforderungen. Die Ergebnisse sollten im weiteren beruflichen Werdegang der Studierenden und nach dem Besuch der weiteren EPEPE-Workshops erneut überprüft werden, um eine aussagekräftige Beurteilung über den Erfolg des Workshops treffen zu.
„Ausgebrannte Physiotherapeuten - Das Phänomen Burnout“ Stichprobe in NRW: Laufen Physiotherapeuten Gefahr, an Burnout zu erkranken? Eine Gegenüberstellung der Institutionen Praxis, Rehabilitationszentrum und Krankenhaus

Carmen Sluzalek – Janina Lennertz – Jessica Thermer

Einleitung
Burnout gehört zu einem häufig verwendeten Begriff. Obwohl es kein Krankheitsbild ist und es kein Diagnoseverfahren gibt, steigt die Anzahl der Erkrankten stetig. Zu verschiedenen Berufsgruppen liegen gezielte Daten und Fakten vor. Dies gilt jedoch nicht für den Beruf der Physiotherapeuten. Daraufhin wurde untersucht, inwieweit Physiotherapeuten in Nordrhein-Westfalen risikogefährdet sind, an Burnout zu erkranken. Zudem wurde ein Vergleich zwischen den verschiedenen Einrichtungen erhoben.
 
Methode
Im Rahmen einer Transversalstudie wurde mithilfe eines „Fragebogen zu den Arbeitsbelastungen und arbeitsbezogenen Ressourcen von Physiotherapeuten“ das Risiko gemessen an Burnout zu erkranken. Die Durchführung der Umfrage wurde in vier Phasen geteilt, die wie folgt waren: Die Vorbereitungsphase mit Testlauf, die Phase der ersten Kontaktaufnahme mit Versenden der Bögen, die Durchführungsphase der Umfrage und die Auswertungsphase.
 
Ergebnisse
Es stellte sich heraus, dass keine Burnout-Gefährdung vorliegt. Abgesehen davon konnten keine Unterschiede zwischen den Institutionen gefunden werden. Aus der Auswertung resultierten jedoch minimale negative Belastungsfaktoren. Die anderen Kategorien kristallisierten sich als gute Faktoren für das Arbeitsumfeld heraus.
Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse zeigten, dass Physiotherapeuten in Nordrhein-Westfalen nicht risikogefährdet sind an Burnout zu erkranken. Burnout hat in vielerlei Hinsicht Forschungsbedarf. Bevor weitere Untersuchungen angestrebt werden, sollte zunächst eine intensive Grundlagenforschung erfolgen.
„Auf die Suche, fertig, los!“ Erstellung eines anwenderorientierten Schulungsmoduls über die Suche von Assessments zur Verbesserung des allgemeinen Wissensstandes über Assessments und deren Nutzung im klinischen Alltag

Philipp Schuhmann – Johannes Heinrichs – Nina Wenz

Hintergrund
In der Physiotherapie steigen stetig die Qualitätsansprüche an die Untersuchung und Behandlung.
Dazu ist der Gebrauch von Assessments notwendig, welche jedoch in Deutschland nicht ausreichend genutzt werden. Zur Förderung der Anwendung von Assessments entwickelten wir ein Schulungsmodul.
Methode
Nach einer Literaturrecherche und Inventarisierung in drei Krankenhäusern wurde ein anwenderorientiertes Schulungsmodul entwickelt.
Es wurden modifizierte Fragebögen zur Effektmessung des Moduls und zur Zufriedenheit der Teilnehmer mit diesem genutzt.
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Ergebnisse
Alle Teilnehmer gaben den Wunsch nach Auffrischung von Wissen und Einführung in die Suche nach Assessments an.
Die Effektmessung zeigte, dass das Schulungsmodul im Bereich der Suche eine deutlich positive Wirkung hatte. Zusätzlich stieg die Anzahl genutzter Assessments.
Andere Bereiche, wie z.B. der „Sinn und Nutzen von Assessments“ konnten kaum verbessert werden. Die Rückmeldung der Teilnehmer auf das Schulungsmodul war in allen Teilbereichen positiv.
Diskussion
Schon ein zweistündiges Schulungsmodul kann eine deutliche Verbesserung bezüglich des Wissens über Assessments und der Suche nach diesen in Datenbanken erzielen. Eine mögliche Langzeitveränderung könnte in zukünftigen Studien untersucht werden.
„SNAG-ATTACK „ Die Anwendbarkeit der Self-Sustained Natural Apophyseal Glide (SNAG)-Techniken zur Behandlung von Craniomandibulären Dysfunktionen und erste Rückschlüsse zur Wirkung

Franziska Löhrer – Maximilian Melcher

Hintergrund
Unter craniomandibulären Dysfunktionen leiden bis zu 12% der Bevölkerung, und dennoch liegen für dieses nicht einheitlich definierte Krankheitsbild keine Behandlungsrichtlinien vor. Bisherige Ansätze beschränken sich auf passive physiotherapeutische und zahnärztliche Methoden. Diese Studie untersucht, inwieweit ein Heimübungsprogramm für die Halswirbelsäule im Alltag des Patienten anwendbar ist und ob dieses einen positiven Effekt auf das Kiefergelenk hat.
 
Methode
An der Patientenserie nahmen sechs Patienten teil. Die Intervention erstreckte sich über drei Wochen, in denen die Patienten jeden Tag die Self-SNAG-Technik durchführten. Sie wurde mit den Studienleitern zweimal wöchentlich überprüft. Die Anwendbarkeit wurde mit Hilfe eines Therapietagebuches und einem Interview erfasst. Die Wirkung wurde mittels NRS (Schmerz), PSK (Aktivität) und ROM-Messung (Bewegungsausmaß Kiefergelenk) bestimmt.
 
Ergebnisse
Die Self-SNAG-Techniken sind aus Patientensicht anwendbar. Die Patienten schienen froh zu sein, selbst etwas gegen ihre Beschwerden tun zu können. Es zeigte sich eine klinisch relevante Verbesserung der Alltagseinschränkung. Hingegen korrelierten die Ergebnisse der ROM-Messung und des Schmerzniveaus nicht mit diesen Messwerten.
 
Diskussion
Die Studie zeigt, dass die Self-SNAG-Techniken im Alltag der Patienten gut zu integrieren sind. Es scheint bei Patienten mit craniomandibulären Dysfunktionen einen positiven Effekt zu haben, wenn sie aktiv gegen ihre Beschwerden vorgehen können.
„Evidenzbasierte physiotherapeutische Behandlung bei Patienten nach Implantation einer Knie-Totalendoprothese“ Literatursuche und Erstellung einer Übungsanleitung

Ariane Hüser – Jessica Gemünd

Hintergrund
In Deutschland benötigen immer mehr Menschen eine Knie-Totalendoprothese. Die Implantation gehört zu den 20 häufigsten Standardoperationen. Bei der Erstimplantation sind die Patienten immer jünger, was zur Folge hat, dass das Bedürfnis nach einem aktiven Leben mit Prothese immer mehr steigt. Ziel dieser Projektarbeit ist die Erstellung einer Broschüre, die ein aktives Übungsprogramm beinhaltet, welches die Patienten und Therapeuten durch die Nachbehandlungsphasen begleitet.
 
Methode
Die Projektarbeit bestand aus vier Phasen. Zuerst wurde eine Literatursuche durchgeführt, danach folgte die Auswertung der Literatur. Anhand der Literaturergebnisse wurde die Auswahl der Übungen für die Broschüre getroffen. Schließlich wurde die Broschüre fertig gestellt.
 
Ergebnisse
Die Studien beschreiben keine genauen Übungen sondern lediglich die Behandlungsziele. Die Rehabilitation sollte innerhalb von 24 Stunden nach der Operation beginnen, da die Patienten bei einer frühen Mobilisation besser Ergebnisse in der Beweglichkeit zeigen. Auf unser Anschreiben antworten nur 13 Krankenhäuser, sodass wir nur einen sehr kleinen Einblick bekamen.
 
Diskussion
Die physiotherapeutische Übungsbehandlung ist evidenzbasiert, jedoch werden nur die Behandlungsziele und keine genauen Übungen genannt. Das entstandene Übungsprogramm hilft bei der Suche nach geeigneten Übungen, da es in die 3 Behandlungsphasen unterteilt ist und jede Übung Variationen und Steigerungen enthält, sodass diese individuell für den Patienten verändert werden können.

Bachelorarbeiten 2012

 
Wege aus dem Schmerzlabyrinth - die Entwicklung einer Website zur Aufklärung chronischer Schmerzpatienten

Linda Reuter – Christina Roβ

Hintergrund:

Die Bachelorgruppe besteht aus einem Deutschen und einem Luxemburger Studenten welche an der niederländischen ZUYD Hogeschool studieren. Durchs diese grenzübergreifende Zusammenstellung entstand die Idee eines Ländervergleiches.
Der Begriff „betriebliches Gesundheitsmanagement“ will ein Aufkommen von muskulo-skelettalen Erkrankungen und daraus resultierenden Fehlzeiten sowie Unkosten für den Arbeitgeber entgegenwirken. Zielsetzung ist eine Intervention in den Lebensumständen der Arbeitnehmer. Bestandteil davon die Prävention am Arbeitsplatz sowie die Betriebsphysiotherapie. Der Finanzplatz Luxemburg verwendet keines dieser Konzepte an.
 
Methode:
Detaillierte Recherchen, nationale Expertengespräche und Fragebögen wurden im länderübergreifenden Vergleich des aktuellen Status Quo über Prävention und Betriebsphysiotherapie in den drei Ländern durchgeführt. Ziel der Autoren ist ein Informationsabend über die Prävention und die Betriebsphysiotherapie in Luxemburg
 
Ergebnisse:
Die Ergebnisse ergaben deutliche Unterschiede im Ländervergleich. In den Niederlanden sind Prävention und Betriebsphysiotherapie gesetzlich anerkannt, in Deutschland und Luxemburg dagegen nicht. Der Informationsabend war ein Erfolg und wichtige Ergebnisse wurden an Luxemburger Experten weitergegeben.
 
Diskussion:
Kritik wird am Abstand der beiden Heimatländer der Studenten genannt. Weiterer Kritikpunkt am Informationsabend ist die Auswahl des Datums, weshalb Experten nicht teilnehmen konnten. Auch der methodische Vorgang des Informationsabends war nicht perfekt
“Create your way – Motivational Interviewing. Ein Workshop zur Integration kommunikativer Techniken für die Palliativmedizin in die Ausbildung an deutschen Physiotherapieschulen

Mandy Oliver – Rene Michael

 
Einleitung:
In dem deutschen Curriculum für die Ausbildung von Physiotherapeuten hat die Palliativmedizin keinen Stellenwert.
Es wurde ein Workshop mit Dozentenleitfaden entwickelt, um die Wichtigkeit der Integration der Palliativmedizin in die physiotherapeutische Ausbildung zu unterstreichen und um beispielhaft zu zeigen, wie sich Palliativmedizin und die Kommunikation mit sterbenden Menschen in den Unterricht integrieren lässt.
 
Methode:
Die Basis für die Erstellung und Durchführung des Workshops lieferten Expertengespräche und Literaturrecherchen. Der Workshop wurde im Präha Bildungszentrum in Kerpen durchgeführt. Nach der Durchführung und Evaluation des Workshops wurde ein Dozentenleitfaden erstellt. Die Evaluation geschah mit Hilfe von Fragebögen und Feedback-Gesprächen
 
Ergebnisse:
Die Schüler empfanden den Workshop sehr inspirierend. Viele von ihnen fühlten sich sicherer bei dem Umgang mit diesem Patientenklientel und lernten Fähigkeiten, die sie in ihrem praktischen Alltag einbinden konnten.
Es zeigte sich außerdem die Notwendigkeit der Integration der Palliativmedizin in die physiotherapeutische Ausbildung.
 
Schlussfolgerung:
Bei der Durchführung des Workshops waren nur 15 von 25 Schülern anwesend. Um ein genaueres Ergebnis zur Beurteilung des Workshops zu erhalten bedarf es eine weitere Durchführung mit mehr Schülern. Ein möglicher Grund für die Nichtanwesenheit der Schüler wird darin vermutet, dass nicht genug Interesse an den Workshop geweckt wurde.
 
Schlüsselwörter:
Palliativmedizin – Workshop – Physiotherapie-Ausbildung
„Prävention, ein gesundes Geschäft?!“ Möglichkeiten der Betriebsphysiotherapie im Finanzplatz Luxemburg

Nils Schmitt – Ben Moes

 

Hintergrund:
Die Bachelorgruppe besteht aus einem Deutschen und einem Luxemburger Studenten welche an der niederländischen ZUYD Hogeschool studieren. Durchs diese grenzübergreifende Zusammenstellung entstand die Idee eines Ländervergleiches.
Der Begriff „betriebliches Gesundheitsmanagement“ will ein Aufkommen von muskulo-skelettalen Erkrankungen und daraus resultierenden Fehlzeiten sowie Unkosten für den Arbeitgeber entgegenwirken. Zielsetzung ist eine Intervention in den Lebensumständen der Arbeitnehmer. Bestandteil davon die Prävention am Arbeitsplatz sowie die Betriebsphysiotherapie. Der Finanzplatz Luxemburg verwendet keines dieser Konzepte an.
 
Methode:
Detaillierte Recherchen, nationale Expertengespräche und Fragebögen wurden im länderübergreifenden Vergleich des aktuellen Status Quo über Prävention und Betriebsphysiotherapie in den drei Ländern durchgeführt. Ziel der Autoren ist ein Informationsabend über die Prävention und die Betriebsphysiotherapie in Luxemburg
 
Ergebnisse:
Die Ergebnisse ergaben deutliche Unterschiede im Ländervergleich. In den Niederlanden sind Prävention und Betriebsphysiotherapie gesetzlich anerkannt, in Deutschland und Luxemburg dagegen nicht. Der Informationsabend war ein Erfolg und wichtige Ergebnisse wurden an Luxemburger Experten weitergegeben.
 
Diskussion:
Kritik wird am Abstand der beiden Heimatländer der Studenten genannt. Weiterer Kritikpunkt am Informationsabend ist die Auswahl des Datums, weshalb Experten nicht teilnehmen konnten. Auch der methodische Vorgang des Informationsabends war nicht perfekt
„Brückenbau von Kerpen nach Heerlen“

Sina Scharf – Benjamin Laube – Cornelia Lochner

Einleitung:
Das Berufsbild des Physiotherapeuten befindet sich derzeit im Wandel. Das “European Partnership of Evidence and Paramedical Education” (EPEPE) Programm, ist bestrebt, die Berufsausbildung international anzugleichen und den Studierenden die Möglichkeit zu geben, innerhalb von vier Jahren das deutsche Staatsexamen und den niederländischen Bachelor of Physiotherapy zu erlangen. Ein wesentlicher Bestandteil der niederländischen Hochschulausbildung ist die Studienlaufbahnbegleitung. In Deutschland ist das Präha Bildungszentrum bestrebt diese in ihr Curriculum zu implementieren.
 
Methode:
Der aktuelle Stand der Studienlaufbahnbegleitung am Präha Bildungszentrum wurde mit Hilfe von Experteninterviews und anhand eines Inventarisierungsfragebogens ermittelt.
Aus diesen beiden Schritten resultiert, dass die bisherigen Komponenten der Studienlaufbahnbegleitung großen Zuspruch gefunden haben Danach haben sich die Autoren einen Workshop für das zweite Studienjahr zu entwickelt. Die schriftliche Evaluation des Workshops findet mit Hilfe eines Fragebogens statt. Zur standardisierten Implementierung des Workshops in das Curriculum wurde ein Dozentenleitfaden verfasst. Durchführung: Der Workshop konnte als Pilotprojekt in einem Kurs des Präha Bildungszentrums durchgeführt werden.
 
Resultate:
Im Anschluss an den Workshop war das mündliche Feedback der Studierenden positiv. Die schriftliche Evaluation ergab, dass die Studierenden einige Komponenten in ihren praktischen Alltag integrieren konnten. Die bessere Vorbereitung auf den ersten Praktikumseinsatz fiel noch nicht zufriedenstellend aus und sollte erneut überarbeitet werden.
 
Diskussion:
Das Pilotprojekt der Autoren ist ein weiterer Schritt, die Studienlaufbahnbegleitung wie einen roten Faden durch die Ausbildung zu ziehen.
Zukünftig wäre es ratsam bei den Teilnehmern des Pilotprojekts eine Befragung durchzuführen, sobald sie die niederländische Studienlaufbahnbegleitung kennen gelernt haben.
“Yes, we CANS?!” Primärprävention von Schulter-, Nacken- und Armbeschwerden im Büro

Christina de Boer – Patrick Weber – Markus Gomoll

 

Einleitung
CANS-Beschwerden sind häufig Probleme von Bürotätigen. Durch verschiedene Faktoren, erhöt sich das Risiko an solchen Beschwerden zu erkranken.
Ziel dieser Arbeit ist es, primärpräventive Möglichkeiten zur Vorbeugung dieser Beschwerden am Arbeitsplatz zu recherchieren.
 
Methode
Durch Literaturrecherchen und Expertengesprächen, sollen die einzelnen Themenbereiche recherchiert werden. Die Datenbanken Cochrane, Pubmed und Pedro werden durchsucht. Die gefundenen Studien werden unabhängig von drei Therapeuten auf ihre Relevanz untersucht. Bei Unstimmigkeiten wird die Relevanz gemeinsam überprüft. Eine weitere Bewertung erfolgt nicht. Über das freien Internet werden ergänzenden Informationen recherschiert.
 
Resultate
Die Recherchen ergaben, dass kaum eine Intervention alleine langfristigen Erfolg bei der Vorbeugung von CANS Beschwerden erbringt. Nur in Kombination mit unterschiedlichen gesundheitsfördernden Maßnahmen kann ein positiver Effekt erzielt werden.
Dieses mehrdimensionale Präventionsprogramm sollte aus der Sensibilisierung gegenüber Risikofaktoren, Aufklärung, ergonomischen Maßnahmen, sowie körperlicher Aktivierung bestehen.
Als geeignetes Medium hat sich eine Multimedia-DVD herausgestellt, die den Bürotätigen die Informationen nahe bringen soll.
 
Diskussion
Aufgrund technischer Probleme konnte die DVD nicht erzeugt werden. So bald dies möglich ist, sollte diese auf Anwendbarkeit und Effektivität untersucht werden, da Teile des Inhaltes auf eigener Expertise oder Expertenmeinungen basieren.
Abschließend stellt sich die Frage, ob CANS in seiner bestehenden Form, eine reine Klassifikation oder teils ein Syndrom darstellt?!
„Kinesio-Tape – Modeerscheinung oder Wunderpflaster?“ Objektive Überprüfung der Muskelaktivität durch das kinesiologische Tape im Vergleich zum klassischen Tape mit Hilfe des EMG`s am Beispiel des Musculus biceps brachii

Anna Bertram – Ronja Grobusch

 

Hintergrund:
Das Kinesio-Tape kommt seit seiner Entwicklung in den 70er Jahren immer mehr zum Einsatz. Es ist oft eine sinnvolle Ergänzung zur Therapie, da es mehrere Anlagetechniken gibt und wenige Nebenwirkungen oder Kontraindikatoren aufzeigt. Zum aktuellen Zeitpunkt wurden schon einige Studien zum Kinesio-Tape verfasst, die aber meist durch subjektive Aussagen der Patienten ausgewertet wurden, z.B. mit Fragebögen oder Schmerzskalen. Daher wurde sich bei dieser Bachelorarbeit für eine objektive Überprüfung der Muskelaktivität mithilfe des Elektromyographen (EMG) entschieden. Dies geschieht anhand von Elektroden, die Aktionspotentiale der motorischen Einheiten erfassen und fortleiten können. Die Darstellung dieser Werte ist anhand eines Computerprogramms möglich.
 
Methode:
Zu Beginn wurden geeignete Probanden rekrutiert, die dann in randomisierter Reihenfolge mit drei Interventionen anhand des EMG´s am Musculus biceps brachii getestet wurden: das Kinesio-Tape mit detonisierender Anlage, das klassische Tape und keine Tapeanlage. Dabei gab es drei Testbewegungen: eine konzentrische, eine exzentrische und eine funktionelle Bewegung.
 
Resultate:
Es konnten die Ergebnisse von 16 Probanden erhoben werden. Es zeigte sich ein Unterschied, aber dieser war so gering, dass er sich nicht als signifikant herausstellte.
 
Diskussion:
Aufgrund der geringen Probandenanzahl ist der Unterschied höchstwahrscheinlich nicht signifikant. Auch die geringe Studienanzahl zum Thema Kinesio-Tape veranlasst die Dringlichkeit zu weiteren groß angelegten Studien.

Bachelorarbeiten 2011

 
NASA trifft Physiotherapie - ein Astronautentraining für Parkinsonpatienten?

Alexander Derix - Leonhard de Bragança - Swen Lüttgen

 

Hintergrund
Morbus Parkinson zählt weltweit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Für die Intervention wurde das Spacecurl, ein Dreiachstrainer, welcher ursprünglich zum Training von Astronauten konzipiert wurde, genutzt. Aufgrund der Parkinsonerkrankung werden Koordination, Gleichgewicht und Haltung negativ beeinflusst. Die Behandlung mit dem Spacecurl zielt auf die Verbesserung der statischen und dynamischen Stabilität. Da die Behandlungsziele des Spacecurls äquivalent mit denen bei Morbus Parkinson sind, wurde in der Studie der Effekt des Trainings auf die Verbesserung des Gleichgewichts und des subjektiven Sicherheitsgefühls untersucht.
 
Methode
In dieser prospektiven Pilotstudie wurde das Training mit dem Spacecurl auf seine Effektivität zur Verbesserung des Gleichgewichts getestet. Durch die In- und Exklusionkriterien wurde ein Patientenpool zusammengestellt, welcher in eine Interventions- und Kontrollgruppe aufgeteilt worden ist. Die Interventionsgruppe absolvierte ein acht-wöchiges Spacecurltraining, welches auf 16 Behandlungseinheiten ausgelegt war. Die Kontrollgruppe erhielt keine gezielte Behandlung. Zu Beginn, Mitte und Abschluss der Untersuchung wurden Messungen durchgeführt.
 
Resultate
Die statistische Auswertung ergab eine Verbesserung aller Variablen. Darunter wurden zwei signifikante Ergebnisse im Bereich des Gleichgewichts erzielt.
 
Diskussion
Auffällig ist, dass die Verbesserung aller Variablen in der Interventionsgruppe höher war als in der Kontrollgruppe. In weiteren Studien wäre zu empfehlen die Anwendung im Spacecurl mit einer evidenzbasierten Parkinsonbehandlung bei Gleichgewichtsproblemen zu vergleichen.
„Leistungsdiagnostik im Amateurfußball“

Britta Ludwig – Kathrin Kratzke

 
Einleitung
Fußball ist ein Sport, der große Anforderungen mit sich bringt. Jeder kennt es, viele wollen es spielen, aber nicht jeder erfüllt die sportartspezifischen Anforderungen. Um das Potential eines Spielers festzustellen, bedarf es Leistungsdiagnostik in Form von Tests, mit denen Koordination, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit gemessen werden.
 
Methode
Ziel des Projektes war es auf Leistungsbestimmung aufmerksam zu machen und den Umgang mit geeigneten Testmethoden für den Amateurfußball zu ermöglichen. Nach einer ausführlichen Literaturrecherche wurden die selektierten Testverfahren, entsprechend der sportartspezifischen Anforderungen, auf einer eigens erstellten Homepage anschaulich dargestellt. Ein zuvor versendeter Feedbackfragebogen sollte dabei eine  erste Einschätzung über die potentielle Nutzung einer solchen Homepage geben.
 
Resultate
Auf „www.leistungsdiagnostik-amateurfussball.de“ werden Hintergrundwissen, allgemeine Informationen über die Entstehung, Autoren und verwendete Literatur vermittelt. Ein themenbezogenes Layout führt den Nutzer strukturiert zu den Testbeschreibungen (n=36), welche als PDF-Datei heruntergeladen werden können. Eine anschließende Befragung zur Evaluation der Seite, zeigt ein tendenziell positives Feedback.
 
Diskussion
Durch große Eigenarbeit und Individualität in der Gestaltung, so wie der zeitlichen Organisation der Projektschritte, ist es uns gelungen geeignete leistungsdiagnostische Testverfahren in einer einheitlichen Form auf einer Internetseite zur Verfügung zu stellen. Eine ausreichende Evaluation des erstellten Produktes war nicht möglich und wird im Anschluss außerhalb unserer Bachelorarbeit erfolgen.
„Spiegeltherapie; nur eine visuelle Illusion oder Praxisrelevanz?“- Die Entwicklung eines klinischen Spiegeltherapieleitfadens für Schlaganfallpatienten-

Sarah Uhr – Johanna Genius – Saskia Roβ

 

Hintergrund
Spiegeltherapie ist eine Therapiemethode zur Behandlung eines Schlaganfalls, bei deren Durchführung es einige  Empfehlungen für Therapeuten gibt, aber keinen konkreten Praxisleitfaden, nach dem sich Therapeuten richten könnten. Daher war die Zielsetzung der vorliegenden Studie einen Spiegeltherapieleitfaden für die Behandlung von Schlaganfallpatienten zu erstellen.
 
Methode
Im Rahmen einer Produktentwicklung wurde ein Spiegeltherapieleitfaden zur Behandlung von Schlaganfallpatienten entwickelt.
Zuerst  wurde eine Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken durchgeführt, aus deren Daten ein vorläufiger Leitfaden erstellt wurde.
Dieser wurde dann, in der Spiegeltherapie erfahrenen Therapeuten, zur Bewertung anhand eines Fragebogens, ausgehändigt.
Gleichzeitig fanden  Interviews mit Schlaganfallpatienten statt, um auch deren Wünsche und Anregungen mit einzubeziehen.
 
Ergebnisse
Insgesamt beurteilten 12 Therapeuten den Leitfaden und drei Spiegeltherapiepatienten wurden interviewt. Alle  Therapeuten waren mit dem Layout und dem Inhalt des Leitfadens zufrieden. Über 80% der Bewertungen waren im Bereich „gut“ bis „sehr gut“. Zusätzliche Anregungen, wie ein Patiententagebuch  und die Ergänzung von Fotos, wurden in dem überarbeiteten Leitfaden berücksichtigt. Aus den Patienteninterviews wurde ersichtlich, dass die Aufklärung über die Therapie noch gründlicher erfolgen sollte.
 
Diskussion
Es konnte ein Spiegeltherapieleitfaden für Schlaganfallpatienten basierend auf den drei Pfeilern von Evidence based practice  entwickelt werden, dessen Evidenzbasis jedoch noch gering ist. Die klinische Anwendbarkeit  konnte aus Zeitgründen nicht überprüft werden.
 
Schlüsselwörter
Schlaganfall, Spiegeltherapie, Physiotherapie, Hemiparese, Neglect, Sensibilitätsstörung, Hypertonus, Schmerzsyndrom
„Shoot statt Chart?!“

Marie Weiler – Sabrina Gaspers – Karolin Speen

 
Hintergrund
Dem Festhalten von Befund- und Behandlungsdaten in der Physiotherapie wird teilweise nur sehr dürftig nachgekommen. Hier zeigt sich ein offensichtlicher Mangel an Standardisierung, Objektivität und Transparenz. Deutlich wird dies beispielsweise an der Verwendung des obligat genutzten Body Charts. Da keinerlei Richtlinien zu dessen Nutzung bestehen, kann jeder Physiotherapeut Symbole verwenden, ohne den Anspruch der Allgemeingültigkeit zu erheben. Es soll untersucht werden, ob Fotodokumentation dafür eine geeignete Ergänzung darstellt. Die bereits existenten Verfahren werden hierzu näher betrachtet. Zudem soll geprüft werden, inwieweit diese eine mögliche Verwendung im Prozess des physiotherapeutisch-methodischen Handelns (PMH) finden können.
 
Methode
Nach der Ermittlung möglicher Fotodokumentationsmöglichkeiten werden diese anhand von Informationsmaterial einer ausgewählten Probandengruppe zur Beurteilung zur Verfügung gestellt. Die Bewertung der einzelnen Verfahren erfolgt durch die Beantwortung eines zugehörigen Fragebogens. Deren Ergebnisse werden analysiert und stellen daraufhin die Basis individueller Empfehlungen dar. Diese werden mittels Broschüre präsentiert.
 
Ergebnisse
Aus der Umfrage resultiert, dass durchaus Interesse an dem Thema Fotodokumentation in der Physiotherapie besteht, dass die Wahl eines Dokumentationsverfahrens sich allerdings nicht einheitlich festlegen lässt.
 
Diskussion
Um den Ergebnissen mehr Aussagekraft zu verleihen und um differenziertere Empfehlungen aussprechen zu können, hätten vielfältigere Verfahren hinzugezogen werden können. Nachfolgend sind die aus diesem Projekt resultierenden Fotodokumentationsempfehlungen auf ihre Praktikabilität im Praxisalltag zu testen.
„1-2-3 Instabilität vorbei“ Evidenzbasiertes Trainingsprogramm zur Nachbehandlung von operativ versorgten anterioren Schulterluxationen

Alicia Vanderbergen – Maike Esser – Judith König

 

Einleitung
Von allen Gelenken des menschlichen Körpers weist das der Schulter das größte Bewegungsausmaß auf. Wegen seiner überwiegend muskulären Sicherung reagiert es am schnellsten auf Ruhigstellung oder Schonhaltung mit Einschränkung seiner Funktion. Das Schultergelenk ist aufgrund seiner anatomischen Gegebenheiten das mit 50% am häufigsten luxierende Gelenk, wobei mit 85-90prozentiger Wahrscheinlichkeit eine anteriore Schulterluxation überwiegt. Die Wiederherstellung der Beweglichkeit und Schulterstabilität stellen eine hohe therapeutische Herausforderung dar, da bis heute kein einheitlicher evidenzbasierter Leitfaden zur Nachbehandlung von anterioren Schulterluxationen besteht.
 
Methode
Nach Selektion der Literatur der vorausgegangenen Bachelorarbeit von J. Schmitz- Jüssen und M. Grigoleit und eigener Literaturrecherche nach geeigneten Studien und Leitfäden in den Onlinedatenbanken Pedro und weiterer zuverlässiger Quellen wurde ein darauf basierendes evidentes Trainingsprogramm erstellt. Seine Anwendbarkeit wurde von 24 Therapeuten deutschlandweit getestet.
 
Ergebnisse
Das Trainingsprogramm umfasst 4 Übungsphasen zur Wiederherstellung der vollständigen Schulterfunktion. Die Ausführung der Übung wird durch Fotos visualisiert und das Erreichen der nächsten Phase mit einem Assessment evaluiert.
Die allgemeine Anwendbarkeit des beschriebenen Trainingsprogramms beurteilen 50% der Studienteilnehmer mit sehr gut und 45,08% mit gut. Die Gestaltung des Trainingsprogramms sowie die Übungsauswahl wurden als sehr positiv empfunden. Kritisiert wurde vor allem die Einsetzbarkeit der Assessments in der Therapie. Kritik und Verbesserungsvorschläge werden in einer Überarbeitung integriert.
 
Diskussion
Die Anwendbarkeitsstudie zeigt eine gute Integrationsfähigkeit des Trainingsprogramms in den Praxisalltag. Der Inhalt der Arbeit sollte in Form einer Effektivitätsstudie durchgeführt und somit das Projekt dadurch vervollständigt werden.
Die von den Studienteilnehmern entgegengenommene Kritik konnte größtenteils wegen mangelnder Evidenz vernachlässigt werden.
 
Schlüsselwörter
Konservative Therapie, Physikalische Therapie, Muskeltraining, Koordinationstraining, Propriozepsistraining, Dehnübungen, Schmerzreduzierung, Core stability, anteriore Schulterluxation, Luxation, Stufenmodell, Patientenmotivation, Trainingsprinzipien

Bachelorarbeiten 2010

 
Haltungsförderung im Grundschulsport, ein Nachschlagwerk für Lehrer/innen

Tina Gälweiler, Dominic Quell


Einleitung
Viele Studien belegen eine veränderte Freizeitgestaltung von Grundschulkindern. Spiel- und Bewegungsräume für Kinder haben abgenommen, sportlichen Betätigungen sind weniger und einseitiger geworden und Freizeitgestaltung regt zum vermehrten Sitzen an. Auswirkungen hat dies auf die körperliche Haltung der Kinder. Rückenschmerzen, Haltungsschwäche und Wirbelsäulenveränderungen sind das Ergebnis.
Deswegen war es Ziel dieser Bachelorarbeit. ein Nachschlagewerk für Grundschullehrer zu konzipieren, welches eine Haltungsförderung von Kindern der dritten und vierten Schulklasse anstrebt. Dieses Nachschlagewerk sollte von Lehrern in den Sportunterricht integriert und später bewertet werden, um somit auf Anwendbarkeit geprüft zu werden.

 

Methode
Zur Readererstellung wurden eine computergestützte Literaturrecherche, eine Handrecherche in Büchern und Zeitschriften, sowie ein Expertenkontakt genutzt. Nach Erstellung des Readers wurde er an zwei Grundschulen mit je zwei Lehrern getestet. Das Nachschlagewerk wurde von den Lehrern in den Sportunterricht in der dritten und vierten Grundschulklasse integriert. Der Zeitraum des Testlaufs betrug 12 Wochen. in denen das Nachschlagewerk von den Lehrern beliebig eingesetzt werden konnte. Eine Überprüfung des Nachschlagewerks hinsichtlich der Anwendbarkeit wurde durch Fragebögen, Beobachtungsprotokolle und einem Endgespräch vorgenommen.

 

Resultate
Die Auswertung der Fragebögen zeigte eine durchweg positive Resonanz. Die Gestaltung. Anwendbarkeit und Integrierbarkeit des Readers wurden als sehr gut bewertet. Beobachtungsprotokolle und Evaluationsgespräch zeigten ebenfalls eine gute Integrierbarkeit in den Sportunterricht der dritten und vierten Grundschulklasse.

 

Schlussfolgerung
Es konnte ein altersgerechtes Nachschlagewerk zur Haltungsförderung im Grundschulsport erstellt werden, welches eine einfache Integrierbarkeit in den Sportunterricht zeigt und von den Lehrern als Bereicherung gesehen wird. Weitere Untersuchungen sollten sich mit der Effektivität des Readers im Bezug auf die Haltungsverbesserung beschäftigen.

Evidence based practice und Schulterinstabilität / Schulterluxation

Mathias Grigoleit, Johannes Schmitz-Jüssen


Hintergrund
Neu gewonnen wissenschaftliche Erkenntnisse bieten immer wieder neue Grundlagen für evidenzbasiertes Arbeiten. Schulterinstabilität/-luxation ist eine der häufigsten muskuloskeletalen Verletzungen in der Bevölkerung und stellt eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Eine Übersicht bestehender Evidenz kann eine Hilfestellung beim physiotherapeutisch methodischen Handeln bieten und zur Verbesserung beitragen.

 

Ziel
Hintergrund dieser Arbeit ist es den Stand der Evidenz bei ärztlichen und physiotherapeutischen Interventionen zu überprüfen um eine Empfehlung für die Physiotherapie aussprechen zu können.

 

Methode
Fünf Leitlinien und deren mit gut bewerteten Referenzen wurden mit in die Literaturrecherche eingeschlossen. Zusätzlich entstand ab dem Zeitpunkt der ersten veröffentlichen Leitlinie eine eigens angelegte Suchstrategie über Mesh-Databank von PubMed um weitere hochwertige Quellen, die nicht in den Leitlinien enthalten waren einschließen zu können. Davon wurden nur Studien eingeschlossen, die entweder in der Pedro-Skala 6 von 10 Punkten erhalten haben oder in einem weiteren Bewertungsbogen ("Appraisal Sheet") 4 von 6 Fragen positiv beantworten konnten. Insgesamt erfüllten 33 Studien diese Einschlusskriterien, wobei weitere 19 Studien mit geringerer Qualität eingeschlossen werden mussten, da es zu diesem Themengebiet keine qualitative hochwertige Literatur gab.

 

Resultate
Die Evidenz basierte Therapie bei Schulterinstabiliät/-luxation weist bei Diagnostik und Behandlung ein zum Teil zufriedenstellendes Ergebnis auf. In Punkto ärztlicher Diagnostik können genaue Befunde erzielt werden sowie bei der Behandlung bestimmte Operationstechnik mit niedriger Reluxationsrate empfohlen werden. Jedoch ist der Stand der Evidenz besonders bei der Immobilisation noch ausbaufähig.
In der Physiotherapie ist der Grad der Evidenz geringer. Die Diagnostik stellt zum größten Teil valide Test heraus, die jedoch mit ärztlicher Diagnostik kombiniert werden sollten. In der Behandlung werden lediglich grundsätzliche Behandlungsstrategien wie Muskelkräftigung, Verbesserung der Propriozeption und Bewegungserweiterung, Schmerzlinderung und das frühfunktionelle Training evaluiert, wobei eine detaillierte Beschreibung in den Rehabilitationsphasen mit einzelnen Muskelpartien bei den verschiedenen Schulterinstabilitäten/-luxationen nicht gegeben werden konnte. Der Stand der Evidenz zeigt besonders bei traumatischen Ereignissen, dass die ärztliche Versorgung im Vordergrund steht. Dennoch sind verschiedene Schulterinstabilitäten, die einen atraumatischen Hintergrund haben oder operativ versorgt wurden mit physiotherapeutischer Rehabilitation gut zu behandeln. Unsere Empfehlung kann als die prinzipielle Hilfestellung und als Richtungs-Tendenz für Herangehensweise bei Schulterinstbailitäten/-luxationen gesehen werden.

 

Diskussion
Bei der Ausarbeitung dieser Literaturrecherche stellte sich heraus, dass unser Ziel eine physiotherapeutische Empfehlung zu den verschiedenen Schulterinstabilitäten/-luxationen geben zu können, nur teilweise erreicht werden konnte. Mit der momentan bestehenden Evidenz basierten Literatur konnten keine konkreten Übungstherapien empfohlen werden. Es bestehen lediglich grundsätzliche Behandlungsstrategien, die für eine Schulterinstabilität/-luxation empfohlen werden können. Leider war es nicht möglich eine genaue Darstellung der Übungen mit der Beschreibung von Messparameter, Rehabilitatiuonsphase, Patientengruppen und der verschiedenen Therapieinterventionen bei den unterschiedlichen Schulterinstabiltäten/-luxationen geben zu können. Die teilweise übereinstimmenden Behandlungsansätze sowie Übungstherapien stellen jedoch einen Einstieg in die Herangehensweise des physiotherapeutischen Handels dar.

EBP in EPEPE: EBP im EPEPE-Studiengang am Präha Bildungsinstitut Kerpen
Sebastian Weggen, Tobias Neuser

 

Einleitung
Zurzeit befindet sich die Physiotherapie in Deutschland im Prozess der Akademisierung.
Dies hat zum Ziel, dass die physiotherapeutische Therapie wissenschaftlich untermauert wird.
um die bestmögliche, individuelle Behandlung für den Patienten sicher zu stellen. Deshalb ist es erstrebenswert, Evidence Based Practice (EBP) in die deutsche Ausbildung vermehrt zu integrieren.
Aus diesem Grund wurde vom Präha Bildungsinstitut in Kerpen und der Hogeschool Zuyd in Heerlen das Interesse geäußert, den EPEPE-Studiengang hinsichtlich EBP zu inventarisieren.

 

Methode
Durch eine Informationssammlung wird der Begriff EBP für die Bachelorarbeit messbar gemacht und anschließend das Curriculum in Kerpen untersucht.

 

Ergebnisse
Zunächst werden die gefunden fünf EBP-Begriffe separat und chronologisch erörtert, dies führt zu einer ersten Übersicht.
Des Weiteren werden die beschriebenen Ergebnisse auf ihr Vorkommen in Kerpen analysiert.
Zum Abschluss werden alle Ergebnisse der EBP-Begriffe in einer Gesamtgrafik über 3 Jahre zusammengefasst.

 

Diskussion
Zu Anfang wird durch die Autoren hinterfragt, ob es sinnvoll war, dieses Thema zu wählen.
Als weiterer Punkt, wird die Planung und Durchführung kritisch reflektiert. Der Aufbau und Ablauf dieses Projekts steht im Vordergrund.
Die Zusammenarbeit zwischen den Autoren und den beiden Bildungseinrichtungen wird im nachfolgenden Punkt vertieft. Am Ende werden die Stärken und Schwächen des Projekts erläutert.

 

Empfehlung
In diesem Kapitel geben die Autoren eine Empfehlung in Bezug auf EBP im Curriculum in Kerpen und für weitere Bachelorarbeiten zu diesem Thema.

 

Schlüsselwörter
Evidence Based Practice (EBP), EPEPE (European Partnership of Evidence and Problem based paramedical Education), Problemorientiertes Lernen (POL), Clinical Reasoning, Assessments, Studien, Leit- und Richtlinien, International Classification of Function (ICF).

"Trocken Lachen" Ein Leitfaden für Patienten mit Prostatektomie-Inkontinenz zur Integration des Beckenboden- und Schließmuskeltrainings in den Alltag

Rebecca Beuth, Melissa Esser, Jessica Schumacher

 

Einleitung
Die Harninkontinenz als Komplikation nach einer radikalen Prostatektomie betrifft etwa 60-90% der Patienten.
Ein selbstständiges, regelmäßiges, nach physiotherapeutischer Anleitung ausgeführtes Beckenbodentraining kann die Dauer der Inkontinenz deutlich verkürzen. Trotz regelmäßigen Trainings und Motivation der Betroffenen erweist sich der Transfer der im Training gewonnenen Kompetenzen in den Alltag als problematisch.
Dies führte zu der Idee. einen physiotherapeutischen Leitfaden für Patienten zu entwickeln, der als leicht verständliche Hilfestellung sowohl Grundlagenwissen als auch Übungsbeispiele vermittelt, um so den Transfer des Beckenbodentrainings in den Alltag zu erleichtern.

 

Methode
Zur Erstellung des Leitfadens wurde eine ausführliche Literaturrecherche in den Online-Datenbanken PEDro, Medline, PubMed, DIMDI und Cochrane Library durchgeführt. Zusätzlich dienten Hospitationen und Befragungen von Experten zur Zusammenstellung des Inhaltes. Die so entstandene Broschüre wurde Experten der Urologie, Onkologie, Physiotherapie und der Sportwissenschaften sowie Patienten zur Evaluation ausgehändigt und durch einen selbst erstellten Fragebogen hinsichtlich Inhalt, Layout und Anwendbarkeit evaluiert.

 

Ergebnisse
Insgesamt beurteilten drei Experten und 17 Patienten den Leitfaden anhand des Fragebogens als gut. Durch die Experten-Evaluation des Leitfadens konnten noch einige Anregungen, zum Beispiel die Änderung der nicht nutzerfreundlichen Verwendung von Anglizismen und Fachausdrücken, in der Zweitfassung Berücksichtigung finden.

 

Diskussion
Die Ergebnisse der Experten- und Patientenbefragung zeigen. dass der entstandene Leitfaden patiententauglich und gut anwendbar ist und in dieser Form eine Neuheit darstellt. Dieses positive Feedback bestätigt die Dringlichkeit, sich diesem Thema weiterhin zu widmen.

 

Schlüsselwörter
Beckenbodentraining, Rehabilitation, Physiotherapie, Prostatektomie, Inkontinenz

Eine Untersuchung dreier Fragebögen (DASH, SPADI, SDQ) auf ihre Anwendbarkeit im Praxisalltag

Kristina Bauch, Catharina Genenger

 

Einleitung
Gesetzlich sind Physiotherapeuten heutzutage zur Qualitätssicherung verpflichtet. Daher ist die Verwendung von Messinstrumenten ein wichtiger Bestandteil im Praxisalltag geworden. Sie dienen der Objektivierung von Behandlungen, schaffen Transparenz und werden immer mehr in das physiotherapeutisch methodische Handeln integriert.
Schulterprobleme stellen nach Rückenschmerzen die häufigste Erkrankung des Bewegungsapparates dar. Das Spektrum von Schulterassessments ist groß, doch Studien, die die Anwendbarkeit dieser im Praxisalltag untersucht haben, sind kaum vorhanden. Daher entstand die Idee, drei patientenorientierte Schulterfragebögen (DASH, SPADI, SDQ) mit guten Testgütekriterien in Bezug auf ihre Anwendbarkeit hin zu untersuchen.

 

Methode
In vier Praxen wurde in einem Interventionszeitraum von 4 Wochen die Untersuchung durchgeführt, bei der Patienten willkürlich einen der drei Fragebögen ausgeteilt bekamen. Anschließend mussten Patienten und Therapeuten in einem Feedbackformular ihre Erfahrungen mit dem Assessment mitteilen. Die Evaluationsbögen wurden im Anschluss von den Autoren ausgewertet.

 

Resultate
Von den drei untersuchten Fragebögen erhielt aus Patientensicht der SDQ die meiste Zustimmung, wohingegen die Physiotherapeuten den SPADI hinsichtlich seiner Anwendbarkeit im Praxisalltag bevorzugten. Das Interesse gegenüber der Verwendung von Assessments ist groß, die Umsetzung und Nutzung jedoch gering. Trotz des großen Interesses sind Fragebögen kaum in den Praxisalltag implementiert und finden nur geringe Anwendung.

 

Diskussion
Das Ziel, das Messinstrument mit der besten Anwendbarkeit aus Patienten und Therapeutensicht im Praxisalltag herauszufinden, wurde erreicht. Dennoch besteht die Notwendigkeit weiterer Studien zur Implementierung und praktischen Umsetzung, um Messinstrumente im Praxisalltag stärker zu integrieren.

Aufklärung bis zum AHA-Effekt. Visuelle Arbeit in der Physiotherapie

Linda Holländer, Johanna Pajdak, Alexandra Alps

 

Einleitung
Ein wesentlicher Bestandteil der physiotherapeutischen Arbeit ist die Interaktion zwischen dem Therapeuten und dem Patienten. Insbesondere die Vermittlung von Informationen, die zum Krankheitsverständnis und somit zum gesundheitsfördernden Vorhalten des Patienten führen sollen, ist für den Behandlungserfolg ausschlaggebend. Dem medizinischen Laien sind dabei häufig komplexe Inhalte aus spezifischer Fachthematik verständlich zu erklären.
Bei der Informationsvermittlung der Behandler hat sich in der Regel ein wenig strukturiertes Vorgehen gezeigt. In der Physiotherapie fehlen zu einigen Bereichen Aufklärungsmaterialien. die den Prozess unterstützen können. Standardisierte bildlich dargestellte Modelle, die komplexe Zusammenhänge strukturiert und in allgemeinverständlicher Form wiedergeben, können bei der Interaktion Hilfsmittel für den Therapeuten und den Patienten sein. In der Physiotherapie sind bereits einige Modelle entwickelt worden, die allerdings auf das Wissen des Therapeuten zugeschnitten und nicht direkt für die Arbeit mit dein Patienten geeignet sind. Ähnlich dieser therapeutenorientierten Modelle erstellen die Autoren ein Kompendium aus Modellen der Physiotherapie. die auf den Patienten zugeschnitten sind. Ihr Einsatz soll die Patientenaufklärung verbessern und zum schnelleren Behandlungserfolg führen.

 

Methode
Vor der Erstellung des Kompendiums durch die Autoren wurde eine Inventarisierung Von Modellen durchgeführt. Dies geschah anhand einer Literaturrecherche und der Beurteilung durch 46 Physiotherapeuten, welche mittels eines Fragebogens von den Autoren ausgewertet wurde.

 

Resultate
Die Fragebögen zum Kompendium, sind in allen Teilbereichen zufriedenstellend von den Testern beantwortet worden. Aus allgemeinen Kommentaren konnten Anregungen und Optimierungsvorschläge herausgefiltert werden.

 

Diskussion
Das Kompendium ist in Zusammenarbeit mit physiotherapeutischen Praxen entstanden. Die Projektidee wurde gut aufgenommen, was zu einem fruchtbaren Informationsaustausch führte. Das ergab die Möglichkeit eine auf die Abnehmer, d.h. die Praxen zugeschnittene, Modellauswahl zu treffen. Daraus konnte das Produkt erstellt worden. welches der Zielsetzung der Autoren entspricht.
Durch die Komplexität des Themas konnte die ursprüngliche Anwendung und Evaluation des Kompendiums nicht durchgeführt werden. Diese geplante Intervention konnte nicht durchgeführt werden, sondern steht mit der Gliederung in Fachbereiche und die Ausweitung auf andere Thematiken zukünftigen Untersuchungen offen.

"Vorsorge statt Nachsorge - der neue Trend" Prävention leicht gemacht - Eine Broschüre zur Aufklärung über vordere Kreuzbandverletzungen und deren Vermeidung im Handballsport mit praktischem Übungsprogramm

Veronika Wirtz, Anne Rick

 

Einleitung
Zahlreiche Studien belegen den positiven Effekt von Präventionsprogrammen zur Minderung vorderer Kreuzbandverletzungen in Ballsportarten. Dennoch finden nur wenige dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse den Weg in die Trainingshallen zu den Sportlern. die dem Verletzungsrisiko ausgesetzt sind. Ziel der Arbeit war es daher. eine Broschüre zur Prävention vorderer Kreuzbandverletzungen für den Handballsport zu entwickeln, welche sowohl Hintergrundwissen über Kreuzbandverletzungen vermittelt als auch ein möglichst evidenz-basiertes Übungsprogramm zur Verminderung dieser beinhaltet und auf ihre praktische Anwendbarkeit im Trainingsalltag zu überprüfen.

 

Methode
Nach einer ausführlichen Literaturrecherche zu den Themen vordere Kreuzbandrisse und Präventionsprogramme wurden die selektierten Studien anhand von vorab festgelegten Selektionskriterien ausgewählt und für die Broschüre relevante Daten wurden extrahiert. Zusätzlich wurde ein Fragebogen entworfen, um die praktische Anwendbarkeit und Handhabung der Broschüre zu evaluieren.

 

Ergebnisse
Fünf Studien dienten als Grundlage für die Broschüre, welche Ober Prävention und Kreuzbandverletzungen informiert und zugleich ein präventives Übungsprogramm bietet. Die Evaluation durch die Trainer brachte sehr positive Ergebnisse in Bezug auf Layout und Inhalt der Broschüre hervor. Lediglich die Implementierung Ins alltägliche Training war teilweise problematisch. da nicht in jeder Sporthalle ausreichend Materialien zur Verfügung standen.

 

Diskussion
Eine Untersuchung der Broschüre mit größerer Probandenzahl und detailliertem Fragebogen wäre in Zukunft sinnvoll. Zudem wäre eine Kohortenstudie zur Untersuchung der Effektivität der Broschüre hinsichtlich der Reduktion von Verletzungen des vorderen Kreuzbandes interessant.

Studien Laufbahn Begleitung. You'll never walk alone

Dorothee Liebe, Andreas Löh, Sven Schulze

 

Einleitung
Die Akademisierung des Berufes des Physiotherapeuten verlangt einen reflektierenden Professional.
Aufgrund dieser Tatsachen entstand der Wunsch des Präha Bildungsinstitutes in Kerpen und der Hogeschool Zuyd eine Studienlaufbahnbetreuung am Präha Bildungsinstitut zu integrieren.
Teilkomponenten einer SLB in den Bereichen Kommunikation, Wahrnehmung, Teambuilding, Reflexion, Lernverhalten, Sozialpsychologie und Lifelong Learning sind in Kerpen bereits existent, jedoch liegt kein zusammenhängendes Konzept diesen zu Grunde. Des Weiteren bestand der Wunsch, die Studenten gezielter auf ihren ersten Praktikumseinsatz vorzubereiten, sowie Eins-zu-Eins-Gespräche einzuführen.

 

Methode
Das Curriculum in Kerpen wurde auf vorhandene Bestandteile einer SLB analysiert und Ziele und Wünsche, sowie Rahmenbedingungen einer SLB abgesprochen. Zum Abschluss fand eine Literaturrecherche, sowie Interviews mit Best practice und Experten statt.

 

Resultate
Es entstanden vier Resultate.

  1. Eine Dozentenanleitung und Blockbuch für Studenten mit dem Titel: "Ich sehe was, was du nicht siehst" zum Workshop "Eigen- und Fremdwahrnehmung".
  2. Handbücher für Dozenten und Studenten, welche die Durchführung des Ersten Einszu-Eins-Gesprächs darstellen. Die Titel der Handbücher lauten: "Studenten-Coaching".
  3. Eine PowerPoint Präsentation zur Einführung in das Thema SLB.

Diskussion
Eine Stärke dieser Arbeit ist, dass die Resultate modular durch aktuellere Literatur oder Expertenmeinungen ergänzt werden kann. Des Weiteren war es lehrreich, dass ein Pilotprojekt von Studenten für Studenten entwickelt wurde. Eine weitere Empfehlung ist der Ausbau der SLB in den Bereichen: Kommunikation, Wahrnehmung, Teambuilding, Reflexion, Lernverhalten, Sozialpsychologie und Lifelong Learning.

Bachelorarbeiten 2009

 
Patientenzentrierte Kommunikation an der Schule für Physiotherapie Reha Rhein-Wied in Neuwied. Eine Prozessevaluation

Corinna Todt, Diana Mennicke

 

Einführung
In der Physiotherapieausbildung spielt die Kommunikation nur eine geringe Rolle. Da sie aber für den Therapieerfolg oftmals entscheidend ist, sehen wir die Notwendigkeit, Kommunikation mit unseren Studenten zu trainieren. An unserer Physiotherapieschule führten wir ein Projekt zur Kommunikationsschulung durch, das wir mittels einer Prozessevaluation beurteilten. Dazu befragten wir am Ende die beteiligten Dozenten bezüglich Inhalt und Ablauf des Projektes, Anwesenheit und Mitarbeit des Studenten sowie Durchführbarkeit an unserer Schule. Die am Projekt beteiligten Studenten befragten wir mittels verschiedener Fragebogen bezüglich persönlichem Nutzen, Inhalt und Einführbarkeit des Projektes an unserer Schule.

 

Methode
Das Projekt beinhaltete eine Schulungsreihe mit drei Modulen, die in einem Zeitraum von vier Monaten stattfanden. Jedes Modul hatte ein anderes Ziel. Modul 1 sollte die Studenten für ihr eigenes Kommunikationsverhalten sensibilisieren, Modul 2 schaffte eine Grundlage zur Patientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers und das Modul 3 gab Gelegenheit zum Trainieren der in Modul 1 gesetzten Lernziele.

 

Resultate
Als Probanden nahmen zehn Physiotherapiestudenten freiwillig teil. Sie kamen aus zwei verschiedenen Schulsystemen und standen kurz vor ihrem zweiten Praktikum.
Die Studenten haben unser Projekt insgesamt gut bewertet. Allen wurde die Wichtigkeit der Kommunikation zwischen Patient und Therapeut bewusst, und sie haben eine persönliche Entwicklung erfahren. Die Evaluation der Dozenten zeigte, dass der Ablauf der Module günstig gewählt war. Anpassungen im zeitlichen Rahmen des Moduls 2 sind aber nötig.

 

Diskussion
Obwohl der zeitliche Aufwand für dieses Projekt hoch ist, relativiert sich dies durch den großen Nutzen für den Studenten. Wir empfehlen, das Projekt in die Physiotherapieausbildungan der Schule der Reha Rhein-Wied zu implementieren.

PSK-D Ein Assessment für Patienten mit chronischen Sprunggelenksbeschwerden

Jasmin Knoche, Pierre Prümmer

 

Hintergrund
Heutzutage ist es wichtig die Notwendigkeit der Physiotherapie aufzuzeigen, da im medizinischen Bereich immer mehr Wert auf evidenzbasiertes Arbeiten gelegt wird.
Assessments sind hierzu das optimale Hilfsmittel. Durch sie sind eine fundierte Therapieplanung und ein nachweisbarer Therapieerfolg möglich.

 

Methode
Unsere Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Überprüfung des Fragebogen Patient Spezifieke Klachten (PSK) für Patienten mit chronischen Sprunggelenksbeschwerden in Bezug auf Inhaltsvalidität, Intratesterreliabilität sowie der Anwendbarkeit.
Die Inhaltsvalidität wurde durch Experten (n=8) beurteilt. Zuerst wurde die Relevanz der einzelnen Items beurteilt und es konnten Verbesserungsvorschläge gemacht werden.
Anschließend wurden die Verbesserungsvorschläge und die ursprünglichen Items zusammengefügt und erneut durch die Experten beurteilt. Hieraus entstand eine überarbeitete Version des PSK-D chronische Sprunggelenksbeschwerden.
Zur Überprüfung der Intratesterreliabilität füllten Probanden (n=22) den PSK-D-Fragebogen zweimal innerhalb von 2 Wochen aus. Zusätzlich beurteilten die Probanden die Verständlichkeit des Fragebogens und ob der Einsatz des Fragebogens in der Therapie sinnvoll ist.

 

Ergebnisse
Zur Überprüfung der Intratesterreliabilität wurden alle Werte des ersten und zweiten Ausfüllens gegenübergestellt und für jede einzelne Kategorie sowie für alle Kategorien zusammen Pearson´s r und Spearman´s p berechnet. Für alle Kategorien zusammen ergab sich ein Pearson´s r von 0,762 und ein Spearman´s p von 0,781.

 

Schlussfolgerung
Die Untersuchung hat gezeigt, dass inhaltliche Veränderungen am PSK-D chronische Sprunggelenksbeschwerden notwendig waren. Die Ergebnisse der Intratesterreliabilitätsuntersuchung können als zufriedenstellend angesehen werden.

APO-Quick Der schnelle Weg zum ADL-Assessment

Alina Noethlichs, Stephanie Tillmann

 

Die Qualitätsansprüche steigen stetig und stellen die Physiotherapie vor die Aufgabe die Untersuchungs- und Behandlungsqualität immer weiter zu verbessern. Ein Hilfsmittel auf diesem Gebiet sind Messinstrumente, so genannte Assessments. Eines der im Bereich Neurologie am häufigsten auftretenden Krankheitsbilder ist der Apoplex. Er ist die häufigste Ursache für körperliche Behinderungen und daraus resultierender Pflegebedürftigkeit. Viele der funktionellen Einschränkungen eines Apoplexpatienten lassen sich mit ADL-spezifischen Assessments messen und darstellen. Daher entstand die Idee, eine Sammlung von methodologisch wertvollen Assessments in Form eines Quickfinders zur Hilfestellung für Physiotherapeuten zu entwickeln. Dies geschah im Sinne der Qualitätsverbesserung der deutschen Physiotherapie im Hinblick auf die Implementierung von Assessments im Praxisalltag.

 

Methode
Nach der Erstellung des Produkts "APO-Quick" durch die Autoren fand eine Überprüfung der Handhabbarkeit durch vier Physiotherapieeinrichtungen (insgesamt: 24 Therapeuten) statt.
Die Testphase betrug vier Wochen, welche im Anschluss mit Hilfe eines Evaluationsfragebogens von den Autoren ausgewertet wurde.

 

Resultate
Die Resultate zum "APO-Quick" aus den Evaluationsfragebögen sind in allen Teilbereichen durchweg positiv von den Testern beantwortet worden. Aus den allgemeinen Kommentaren konnte man Optimierungs- und Ergänzungsvorschläge für das Produkt herausfiltern.

 

Schlussfolgerung
Das Ziel, ADL-Assessments für Apoplexpatienten in einem Quickfindersystem so zusammen zustellen, dass das daraus resultierende Produkt eine Qualitätssteigerung des physiotherapeutisch-methodischen Handelns im Praxisalltag von deutschen Physiotherapeuten sein kann, wurde erreicht. Die Resultate der Untersuchung belegen, dass der "APO-Quick" ein praxisalltagstaugliches Produkt ist.

Betriebliches Gesundheitsmanagement Mit oder ohne Physiotherapie? Ein grenzübergreifender Vergleich

Maximilian Schauer, Frank Arets

 

Einleitung
Erfahrungen und Studienergebnisse zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen muskuloskelettalen Beschwerden und beruflichen Anforderungen besteht.
Untersuchungen weisen auf eine Wirksamkeit präventiver Maßnahmen im Betrieb hin.
Frage: Welche Rolle spielen Physiotherapeuten in Deutschland und den Niederlanden bei diesem Betrieblichen Gesundheitsmanagement? Ein grenzübergreifender Vergleich.

 

Methode
Auf der Basis der internationalen Form des BGM gemäß der WHO werden Vergleichvariablen erarbeitet.
Die Auswahl der Vergleichs- Praxen folgt den Einschätzungen jeweils eines fachkundigen Experten beider Länder.
Der Vergleich wird in Form eines Interviews mit Hilfe von vorgefertigten Fragelisten durchgeführt. Die Fragen zielen auf die Handlungsweise im BGM ab. Kontaktiert werden eine deutsche und eine niederländische Praxis.
Die Antworten werden anhand der Vergleichsvariablen ausgewertet.

 

Ergebnis
Die Auswertung ergab kein vollständig erfülltes Kriterium auf deutscher Seite. Die niederländische Praxis konnte ein Kriterium nicht vollständig erfüllen.

 

Schlussfolgerung / Empfehlung
In der, an die deutsche Physiotherapie gerichtete Empfehlung, wird dazu aufgerufen, auch im Betrieblichen Gesundheitsmanagement den Faktoren bio- psycho- soziales und salutogenetisches Grundverständnis, wissenschaftliche Nachweisbarkeit, interdisziplinäres Arbeiten, und Wirken im Setting einen größeren Stellenwert beizumessen, und sie ins eigene methodische Denken und Handeln zu integrieren.

Eine Studie zur Effektivität von Koordinationsförderung im Grundschulsport

Angoli Jensen, Stefanie Weißhaupt

 

Einleitung

Die Zahl der Kinder, die an mangelnder Beweglichkeit, Koordinationsdefiziten und an Haltungsschäden leiden, nimmt in Deutschland kontinuierlich zu. Die Aktualität und Kausalität wird durch die wachsende Aufmerksamkeit von Wissenschaft und Experten bestätigt. In der Entwicklungsphase des frühen Grundschulalters stehen physische, kognitive und psychosoziale Entwicklung in einer besonders hohen Abhängigkeit zueinander. Studien belegen, dass man die Möglichkeit hat, besonders in dieser Entwicklungsphase, z.B. durch Verbesserung der Motorik und Koordination, einen positiven Einfluss nicht nur auf die physischen, sozialen sondern auch auf die kognitiven Fähigkeiten eines Kindes zu nehmen.
Resultierend aus diesen Erkenntnissen und nach eingehender Untersuchung eines vorhandenen Readers zu koordinationsspezifischen Übungen für Grundschulkinder, soll diese Studie folgendes beantworten:
Kann man durch Einsatz von Koordinationsübungen, mit Hilfe des Readers der Bachelorarbeit "Koordinationsförderung im Grundschulsport: ein Nachschlagewerk für Lehrer/innen" von S. Gross und J. Iley, einen positiven Effekt auf die motorischen und koordinativen Fähigkeiten bei Grundschulkindern der ersten Klasse erzielen?

 

Methode
Um die Effektivität einer Gestaltung des Sportunterrichts mit koordinationsspezifischen Übungen zu überprüfen, wurden zwei Grundschulen, eine in Hochneukirch und eine in Otzenrath, in die Untersuchung einbezogen. Es nahmen insgesamt vier Klassen aus dem ersten Schuljahr, mit insgesamt 63 (n=63) sechs oder sieben jährigen Schülern an der Studie teil. An jeder Schule stellte eine Klasse die Interventionsgruppe dar, dessen Schulsport mit Hilfe des Readers gestaltet wurde, und eine Kontrollgruppe, die den regulären Schulsport erhielt. Der Sportunterricht fand zweimal wöchentlich 45 Minuten lang statt. Anhand des KIKO-Kinderkoordinationstests der Technischen Universität Chemnitz wurden die Kinder vor und nach dem Interventionszeitraum, von 9 beziehungsweise 13 Wochen, einzeln, im Bezug auf alle fünf koordinativen Teilkompetenzen, beurteilt und so konnten Rückschlüsse auf den Gesamteffekt der Intervention gezogen werden. Der Vergleich der Entwicklungen fand schuldifferenziert zwischen den homogenen Interventions- und Kontrollgruppen statt.

 

Resultate
In Hochneukirch konnten vier der fünf und in Otzenrath drei der fünf koordinativen Teilkompetenzen signifikant verbessert werden. Aus den Ergebnissen unserer Studie lässt sich schlussfolgern, dass der vermehrte Einsatz der Koordinationsübungen aus dem Reader "Koordinationsförderung im Grundschulsport: ein Nachschlagewerk für Lehrer/innen" von S. Gross und J. Iley als effektiv einzustufen ist.

 

Diskussion
Der aus organisatorischen Gründen entstandene, unterschiedlich lange, Interventionszeitraum an den beiden Schulen, ließ es leider nicht zu, die vier Klassen zu zwei großen Interventions- und Kontrollgruppen zusammenzufügen, was die direkte Vergleichbarkeit zwischen den Gruppen verbessert hätte. Um die Effektivität der Intervention noch genauer beurteilen zu können, sollte der Interventionszeitraum bei einer Folgestudie verlängert werden, sowie ein noch größerer Teilnehmerpool gewählt werden, um die Ergebnisse der Studie wissenschaftlich weiter zu untermauern.

Hippotherapie bei Morbus Parkinson Evaluation der klinischen Anwendbarkeit - eine Einzelfallstudie

Elena Goertsches, Carina Grueter

Hintergrund
Physiotherapie stellt einen wesentlichen Baustein in der Behandlung des Morbus Parkinson dar. Zusätzlich zur medikamentösen Therapie ist die Effektivität einer physiotherapeutischen Behandlung wissenschaftlich bewiesen. Selbständige Mobilität, die Verrichtung von Alltagsaktivitäten und die Kraft der Patienten können so länger erhalten bleiben. Bisher ergeben sich aus umfangreichen Literaturrecherchen keine fundierten wissenschaftlichen Nachweise, dass zusätzliche Therapiemaßnahmen bei Parkinson signifikant positiv wirken. Auch lässt sich bis jetzt noch keine Aussage darüber treffen, wie gut die Hippotherapie bei Patienten mit M. Parkinson klinisch anwendbar ist und wie die Reaktionen der Patienten auf das Therapieprogramm zu beurteilen sind. Daher macht es durchaus Sinn, die praktische Anwendbarkeit aus Sicht des Patienten und der Therapeuten zu evaluieren.
 
Fragestellung
Welche Aussagen können hinsichtlich der klinischen Anwendbarkeit der Hippotherapie bei Patienten mit M. Parkinson aus der Sicht des Patienten und des behandelnden Physiotherapeuten getroffen werden?
Neben dieser primären Fragestellung sollen Aussagen hinsichtlich des Effektes einer vierwöchigen Hippotherapie bei einem Patienten mit M. Parkinson auf die Stabilität des Rumpfes und auf das patientenspezifische Aktivitätenniveau getroffen werden.
 
Methode
Die vorliegende Studie wurde im Einzelfallstudiendesign (n=1) durchgeführt und umfasst einen Gesamtzeitraum von 8 Wochen. Die Studie ist nach dem A-B-A-Design aufgebaut.
A entspricht der zweiwöchigen Phase der physiotherapeutischen Behandlung nach der Vojta-Methode, in Phase B erfolgt zusätzlich die Durchführung der Hippotherapie für vier Wochen. Zur Beurteilung der klinischen Anwendbarkeit diente ein semistrukturiertes Interview mit dem Studienteilnehmer und Autoren der Studie. Zur Feststellung des längerfristigen Effekts wurden Berg Balance Scale, global empfundener Therapieeffekt und der PSK-D, sowie für den kurzzeitigen Effekt der Functional Reach Test und der Einbeinstand durchgeführt.
 
Ergebnisse
Interviews und Tests haben ergeben, dass die Hippotherapie bei dem an Parkinson erkranktem Patienten der Fallstudie als eine adäquate Therapieform anzuwenden ist. Durch den PSK-D konnte eine deutliche Verbesserung in den für den Patienten relevanten Aktivitäten während der Interventionszeit registriert werden. Dies bestätigten auch das Abschlussinterview und der global empfundene Therapieeffekt. Ebenso konnte eine kurzfristige Verbesserung bezüglich des statischen Gleichgewichts, gemessen durch den Functional Reach Test, nachgewiesen werden.
 
Schlussfolgerung
Die Studie ist als eine Pilotstudie anzusehen und lässt keine Generalisierung der Ergebnisse zu. Sie ist vielmehr ein Anstoß, Studien mit größerer Probandenzahl und von längerer Dauer durchzuführen und zeigt eine alternative Behandlungsmöglichkeit für Parkinson Patienten auf, die genau den Charakteristiken dieses einzelnen Probanden entsprechen.
Konzentrieren mit Jonglieren

Georg Arians, Franziska Busch, Anne Heyer

 

Einleitung
Aus eingehender Literaturrecherche ergab sich, dass verschiedene Bewegungsprogramme die Konzentration der Schulkinder im laufenden Schulalltag steigern können. Ziel dieser Studie ist es zwei verschiedene Bewegungsprogramme miteinander zu vergleichen und ihren Effekt auf die Konzentrationsleistung zu untersuchen. Das Aerobicprogramm wurde bereits in einer früheren Studie von Wamser & Leyk, überprüft und konnte schon dort eine signifikante Konzentrationssteigerung erzielen. Dem gegenüber steht das koordinativ anspruchsvolle, aber leicht umsetzbare Jonglageprogramm des ©Rehoruli-Konzepts.

 

Methode
Zwei Grundschulen mit 3 Klassen erklärten sich nach Anfrage dazu bereit, an dem Projekt teilzunehmen. Die Interventionsdauer wurde auf 5 Messmomente pro Klasse in einem Rahmen von 8 Wochen festgelegt. Beide Klassen der Interventionsgruppe (N=47) erhielten zweimal eine 45 minütige Einführung in das ©Rehoruli-Konzept. Die Kontrollgruppe (N= 26) führte zum Vergleich das Aerobic-Programm durch. Der d2-Test wurde als Messinstrument zur Überprüfung der Konzentrationsleistung verwendet. An verschiedenen Wochentagen an denen kein Sportunterricht stattgefunden hat, wurde die Intervention in der 4. Unterrichtsstunde und im direkten Anschluss der d2-Test durchgeführt. Mit selbsterstellten Fragebögen für Schüler und Lehrer wurde die Anwendbarkeit des ©Rehoruli Programms als aktive Lernpause im Schulunterricht überprüft und die Schüler wurden befragt, welches Bewegungsprogramm ihnen mehr Spaß bereitet hat.

 

Resultate
Die Ergebnisse beider Gruppen zeigen ähnlich gute Erfolge. Sie weisen eine signifikante Verbesserung des Konzentrationsleistungswertes auf, jedoch kann man keiner Gruppe einen größeren Erfolg zuschreiben. Die Lehrer beurteilten die Programme als "gut" anwendbar und aus den Fragebögen der Schüler ergab sich ein größerer Spaßfaktor beim Aerobicprogramm.

 

Diskussion
Da sich keine der Programme als effektiver erwiesen hat, kann man vermuten, dass der Spaß an einer Bewegungsform den höchsten Einfluss auf die Konzentration hat. Als Stärke unserer Studie ist die Blindierung unserer Auswertung und die Häufigkeit der Messmomente zu nennen. Als Pilotstudie dient sie für weitere Studien, welche im Rahmen zeitlich größer angelegter Effektivitätsstudien mehr Erfolg ausweisen könnte.

Die Anwendung von Assessments im Praxisalltag - Eine Bestandsaufnahme

Judith Breunsbach, Christin Homrighausen, Anja Thoma

 

Hintergrund

Laut Gesetz sind Physiotherapeuten zur Qualitätssicherung verpflichtet. Es gibt viele Wege Qualität zu sichern, einer davon ist die Nutzung von Assessments. Sie bieten Möglichkeit die Behandlung zu objektivieren, schaffen Transparenz und können in allen Schritten des physiotherapeutisch methodischen Handelns eingesetzt werden. Die Suche nach deutschen Studien zu diesem Thema führte zu keinem Ergebnis.
Ziel dieses Projekts ist, die Nutzung von Assessments in deutschen Praxen zu untersuchen. Grundlage bietet eine Studie aus den Niederlanden.

 

Fragestellung
Wie weit verbreitet ist die allgemeine Nutzung von Assessments in deutschen physiotherapeutischen Praxen bei orthopädischen Patienten und wie hoch ist die Akzeptanz am Beispiel von zwei Assessments?

 

Methode
In vier Praxen wurden, im Abstand von vier bis sechs Wochen, zwei Messungen mit Hilfe eines schon bestehenden Evaluationsfragebogens durchgeführt. Dazwischen fand eine Testphase statt, in der die Therapeuten den Roland and Morris Disability Questionnaire (RDQ) und den Health Assessment Questionnaire (HAQ) anwenden sollten. Am Ende der Testphase wurde mit einem Therapeuten aus jeder Praxis ein Interview geführt.

 

Resultate
Das Wissen und Interesse gegenüber Assessments ist groß, die tatsächliche Nutzung ist allerdings gering. Vorwiegend werden instrumentelle Assessments genutzt. Beeinflussende Faktoren für die Nutzung von Assessments sind eigene Einstellung, Praxisorganisation, Patienteneinstellung und Messinstrumente.

 

Diskussion
Auffällig waren überwiegend positive Äußerungen zum Interesse und zur Nutzung von Assessments. Diese stimmen jedoch nicht mit dem tatsächlichen Gebrauch überein. Fehlende Implementierungsstrategien verhindern den Einsatz von Assessments im physiotherapeutischen Alltag.